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Neues Jagdgesetz - JA

Geschätzte Jägerinnen und Jäger
Werte Naturinteressierte 

Die anstehende Abstimmung über die Teilrevision des eidg. Jagdgesetzes vom 27. September 2020 betrifft uns direkt und die irreführende Argumentation der Gegner erfordert zwingend eine Richtigstellung, denn es kommt auf jede JA-Stimme an!
Die ganze Diskussion um das revidierte Jagdgesetz reduziert sich ausschliesslich auf das Thema Wolf. Dabei wird von den Naturschutz- und Umweltverbänden ins Feld geführt, dass die Kantone zu viel Entscheidungskompetenz für die Regulation erhalten und dass das Parlament sowie der Bundesrat am Volk vorbei, weitere geschützte Arten einfach zur Regulation freigeben würde. Dieses kumulierte Misstrauen, gepaart mit falsch verstandenem Tierschutz, kann nicht nachvollzogen werden. Wenn nötig braucht es auch bei den geschützten Arten eine Regulation, selbstverständlich unter strengen Auflagen.
Gemäss Kora lebten im 2019 rund 130 Wolfsrudel im Grenzbereich Italien-Schweiz-Frankreich. 2011 bildete sich das erste Wolfsrudel in der Schweiz am Calanda. In der Zwischenzeit gibt es bereits sieben Rudel allein in Graubünden, neu auch eines im Glarnerland. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich auch bei uns ein Wolfsrudel bildet. Die Konflikte zwischen Menschen und Wolf steigen parallel zum rasch zunehmenden Wolfsbestand. Der nötige Herdenschutz bedeutet eine riesige Aufgabe für die Berglandwirtschaft und eine emotionale Herausforderung für das Alppersonal und die Tierbesitzer. Alleine mit Herdenschutzmassnahmen lassen sich diese Konflikte nicht lösen. Dies zeigen eindrücklich die jüngsten Wolfsrisse im Kanton Graubünden, welche über die Hälfte aus geschützten Herden stammten. Diesbezüglich braucht es einerseits klare Regelungen, andererseits ein gewisser Handlungsspielraum vor Ort. Von Bern aus geplante Massnahmen sind in solchen Fällen sicherlich nicht sinnvoll.
Rund um die Wolfsdiskussion geht total unter, dass das revidierte Jagdgesetz viele Verbesserungen für die Natur und den Artenschutz beinhaltet, welche bei einer Ablehnung verloren gingen. So ist neu vorgesehen, dass z.B. rund 300 Wildtierkorridore ausgeschieden und geschützt werden. Die Kantone haben dabei die Aufgabe, deren Funktion zu sichern. Der Bund bezahlt bis 4Mio. pro Jahr an solche Massnahmen. Solche Korridore sichern das natürliche Wanderverhalten der Wildtiere und verhindern zahlreiche Unfälle. Weiter stehen neu 4.5Mio. pro Jahr für den Artenschutz und die Lebensraumförderung in Wildtierschutzgebieten bzw. Vogelreservaten zur Verfügung.
Mit dem lancierten Referendum sollen diese Verbesserungen allesamt verhindert werden.
Wir Jäger stehen zu einem zeitgemässen Natur- und Artenschutz und zur traditionellen Berglandwirtschaft.  Der Vorstand der Werdenberger Jägervereinigung empfiehlt daher klar ein JA.
 
Vorstand Werdenberger Jägervereinigung

Schweisshundeprüfung Region Werdenberg

Schweisshundeprüfung Region Werdenberg

Am 14. Juni 2020 fand der erste Teil der Schweisshundeprüfung des Kantons St. Gallen in der Region Werdenberg statt. Werner Weber und Marco Eicher haben zusammen mit ihrem Team trotz Corona-Massnahmen eine perfekte Prüfungsumgebung auf die Beine gestellt. Ihnen allen gebührt ein grosses Suchendank.

Von den fünfzehn angetretenen Teams haben deren acht bestanden.

Folgende Gespanne aus der Region Werdenberg waren erfolgreich:

500-Meter Übernachtfährte:
Roland Humm mit Aika, BGS
Felix Zogg mit Vaja Viktoria vom Galsersch, Magyar Vizsla

1000-Meter Übernachtfährte:
Roger Grütter mit Blue z Hermanovského kopce, Border Terrier

Der Vorstand freut sich sehr über die guten Ergebnisse und wünscht den Hundeführer und ihren treuen Vierbeiner weiterhin Suchenheil.

Drohnen: Rücksicht auf Vögel und Wildtiere

Drohnen werden immer häufiger und zu vielerlei Zwecken eingesetzt. Dabei dringen sie auch in Gebiete vor, welche bisher wenig oder gar nicht durch Störungen beeinträchtigt waren. Vögel und andere Wildtiere können Drohnen als Bedrohung wahrnehmen. Dies führt zu Stress und kann das Überleben und den Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen. Ein neues und breit abgestütztes Merkblatt zeigt nun, wie Störungen von Vögeln und anderen Wildtieren beim Fliegen mit Drohnen vermieden werden können.

Mirjam Ballmer, Geschäftsführerin Jagd- und Fischereiverwalterkonferenz, hat ein sehr interessantes Merkblatt erstellt.

Hier finden Sie ein Merkblatt zum Einsatz von Drohnen: Artikel_Drohnen

Wildschweinmanagement in der Schweiz

Die Wildschweine sind im Vormarsch. Die Bestände steigen an und die Ausbreitung wird immer grösser. Wie gehen wir Jäger aber auch die Landwirtschaft damit um? Diese Fragen wurden an unserem Themenbend erörtet. Dazu die Präsentation als PDF.

Wildschwein Mangement in der Schweiz - wie weiter-2

Fangschuss: Was muss ich beachten?

Oft werden wir als Jägerin oder Jäger zu Situationen gerufen, bei denen verletzte Wildtiere nicht mehr gerettet werden können. Es ist unsere gesetzliche Pflicht, das Leiden so rasch als möglich zu beenden. Doch wie bringe ich den Fangschuss richtig an? Was muss ich beachten, damit ich niemanden gefährde? Eindrücklich haben uns Valentin Aggeler, Polizist und Jäger, sowie Rolf Wildhaber, Wildhüter, in Theorie und Praxis das richtige Vorgehen demonstriert. Im Anhang zu finden ist die Präsentation von Valentin Aggeler und in der Bildergalerie einige Eindrücke. Besten Dank an die Referenten für ihren grossen Einsatz.

Wildunfall, was tun?

Immer wieder ereignen sich Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Widltieren. Meistens entsteht nicht nur Sachschaden sondern auch grosses Leid bei den Wildtieren. Im angefügten Flyer ist das korrekte Verhalten beschrieben.